Roman Signer: Kajakspitze, 2017
Roman Signer: Kajakspitze, 2017 - Courtesy the artist

Die Kunst, zu unterhalten

So richtig ernst nimmt sich der Roman Signer selbst nicht, das ist schon mal eine sehr erfrischende Einstellung. Einige seiner lustigen Kunstwerke sprengt er sogar in die Luft oder lässt sie auf andere Arten explodieren. Zweifellos gibt es zahlreiche Künstler, bei deren Werken der Betrachter ebenfalls dieses Bedürfnis verspürt.

Aber der Schweizer Roman Signer ist weniger Künstler und vielmehr Tüftler. Er lässt sich immer mal wieder witzige Aktionen einfallen, etwa wenn er sich die Mütze vom Kopf oder die Brille von der Nase sprengt. Er schießt auf vermeintlich kugelsichere Regenschirme, baut Windkabinen für Fahrradfahrer und hat auch ansonsten jede Menge unterhaltsame Ideen, die ihn manchmal eher zu einer Mischung aus Arno Funke (dem berühmten Kaufhaus-Erpresser Dagobert) und Daniel Düsentrieb (dem genialen Entenhausener Erfinder) machen. Ob das nun Kunst ist… sei’s drum. Es ist auf jeden Fall geistreich und amüsant.

Das Kunstmuseum St. Gallen zeigt vom 26. Mai bis zum 12. August die Ausstellung „Roman Signer. Spuren“; denn die hat er in seiner Heimat auf jeden Fall hinterlassen. Wenn man also die richtige, echte Kunst mal beiseite lässt, lohnt sich ein Besuch der Ausstellung auf jeden Fall, denn sie bietet einiges an Unterhaltung. Aber bitte nicht zu Ernst nehmen.

Roman Signer. Spuren
Kunstausstellung vom 26.05.2018 bis zum 12.08.2018
Kunstmuseum St. Gallen | St. Gallen
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