Louis de Silvestre: Königin Maria Josepha, Gemahling König Augusts II. von Polen, als sächsische Kurprinzessin, nach 1719 (Ausschnitt)
Louis de Silvestre: Königin Maria Josepha, Gemahling König Augusts II. von Polen, als sächsische Kurprinzessin, nach 1719 (Ausschnitt) - Gemäldegalerie Alte Meister © SKD, Foto: Estel/Klut

Friedrich August und Maria Josepha – das verlorene sächsische Rokoko

Na, auch in der falschen Zeit geboren? Eine Frage, die mir tatsächlich schon – und nicht nur damals durch meine phantastische Kunstlehrerin – gelegentlich gestellt wurde, wenn ich wieder einmal mit tiefem Seufzer ins Schwärmen geriet ob dieser wunderbar verspielten, opulenten Pracht des Rokoko. Das passiert mir einfach immer wieder, egal wie sehr mein Verstand mir diese als total verkitscht diffamierte Kunstrichtung auszureden versucht, um meine Sinne stattdessen mit Renaissance, Expressionismus und Pop Art zu füllen. Dann kommt nämlich so eine Ausstellung wie „Friedrich August und Maria Josepha – das verlorene sächsische Rokoko“ vom 28. April bis zum 6. Oktober auf Schloss Hubertusburg, Wermsdorf, daher und jeder Widerstand ist dahin.

Berauschende Zeitreise

Herausragende Rokoko-Kunstwerke und eine rauschende Jahrhunderthochzeit: Die Ausstellungsräume in der ehemaligen Beletage des Schlosses versetzen den Betrachter mit weit über 100 hochkarätigen Kunstwerken und Kostbarkeiten des sächsischen Rokoko mitten in den höfischen Alltag des Ehepaares, das mit seiner Leidenschaft für Musik, Kunst und Kultur den Stil seiner Zeit maßgeblich prägte. Eine 360°-Videoinstallation lässt nicht nur die Einrichtung des Schlosses wieder greifbar werden, sondern entführt den Besucher sogar mitten hinein in das pompöse Hochzeitsfest. Man muss nämlich gar nicht in einer anderen Zeit geboren sein, um sie dank dieser außergewöhnlichen Ausstellung trotzdem erleben zu können.

Was?Friedrich August und Maria Josepha – das verlorene sächsische Rokoko
Wo? – Schloss Hubertusburg, Wermsdorf | Link zur Ausstellung | Aktuelle Kunstausstellungen in Dresden
Wann? – Ausstellung vom 28.04.2019 bis zum 06.10.2019


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