Erwin Wurm, ohne Titel, 2017 (Ausschnitt)
Erwin Wurm, ohne Titel, 2017 - Courtesy of the artist

Museumsvorschau (23/2018): 200 Jahre Kunst

Mit einem ganzen Familienclan nimmt es das Mittelrhein-Museum Koblenz in dieser Woche auf. Nicht weniger als fünf Generationen, nämlich jene der Malerfamilie Zick, versammelt die Ausstellung „Das Erbe der Väter. Mit der Malerfamilie Zick durch zwei Jahrhunderte“ in ihren Räumen. High-Tech und 3D-Animationen per Virtual Reality Brille inklusive.
Ólafur Eliasson lässt ausnahmsweise mal sämtliche optischen Illusionen außer Acht und zeigt in München mit „Olafur Eliasson. WASSERfarben“ statt großen Installationen fein gezeichnete Bildchen und Farbverläufe. Er kann eben auch anders, der experimentierfreudige Däne mit den isländischen Wurzeln.
Die Musik der Farben zu hören, glaubt Sam Gilliam, einer der wichtigsten Vertreter der US-amerikanischen Abstrakten Malerei. In Basel zeigt er mit „The Music of Color. Sam Gilliam, 1967–1973“ seine expressiven, farbigen Drapierungen in der ersten europäischen Einzelausstellung.
In der Staatsgalerie Stuttgart sind begleitend zur großen Ausstellung „Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung“ zahlreiche Zeichnungen und Druckgraphiken weiterer Mitglieder der Künstlergemeinschaft „Brücke“ zu sehen. Hier laden unter anderem Karl Schmidt-Rottluff, Emil Nolde und Max Pechstein mit Holzschnitten, Radierungen und Lithographien dazu ein, dem Graphik-Kabinett einen kleinen Besuch abzustatten.
Wem das noch nicht genug ist, der kann sich durch die rund 700 Blätter umfassende Ausstellung „Erwin Wurm Peace & Plenty“ in Luzern arbeiten oder sich bei „Dieter Hacker: Alle Macht den Amateuren 1971–1984“ in Karlsruhe gleich selbst als Künstler begreifen. In dieser Woche dürfte also wahrlich keine Langeweile aufkommen. Weiterlesen